Casino von Saint Vincent

 

Dass die virtuellen Casinos die realen Kasinos in Schwierigkeiten bringen könnten, weiß man schon seit geraumer Zeit, so dass viele daran denken sich im Web ein zweites Standbein zu sichern. Warum ziehen die Nutzer wohl die virtuellen Casinos den realen vor? Sicherlich müssen wir die Bequemlichkeit von zu Hause aus im Casino spielen zu können berücksichtigen, und dies wann immer man möchte, 24 Stunden lang und in aller Ruhe (außer wenn man an einem Turnier teilnimmt). Man kann außerdem verschiedene Strategien ausprobieren um seine Gewinne zu steigern. Ein Pluspunkt für die traditionellen Casinos ist sicher der Charme, den diese ausstrahlen, eine Eigenschaft mit der die virtuellen Casinos nur schwer mithalten können.

 

Auch die historischen Casinos wie das legendäre Casino von Las Vegas und das italienisch Saint Vincent im Aostatal spüren die Krise in der Welt der echten Kasinos. Letzteres hat 2008 über 16 Millionen Euro verloren. 2009 scheint sich die Situation etwas verbessert zu haben, auch wenn man weiterhin in den roten Zahlen steht.

 

Augusto Rollandin, Präsident der selbständigen Region Aostatal und Eigentümer von 99% des Kasinos bestätigt, dass 2008 ein Jahr gewesen ist in welchem das Glücksspiel in Italien generell einen nie dagewesenen Einbruch erlitten hat, vor allem aufgrund der Wirtschaftskrise.

 

Die Anzahl der Spieler die 2008 im Casino von Saint Vincent waren sind 53.329, fast 9% weniger als 2007. Was hingegen die Einnahmen angeht sind diese um ca. 12% gefallen. Die französischen Spiele haben mit über 17% Verlust die größten Einbußen erlebt, während die amerikanischen Spiele der Krise besser standgehalten haben und nur Verluste von ca. 4% aufwiesen.

 

Nun scheint es langsam bergaufzugehen, aber man muss natürlich das Jahresende abwarten um eine genaue Bilanz ziehen zu können.